Prüfen statt Verhören – die Kunst guter mündlicher Prüfungen #6
Shownotes
In dieser Folge von Info macht Schule spreche ich mit Jens Schuster über die Entwicklung mündlicher Prüfungen. Wie entstehen gute Prüfungsaufgaben? Welche Rolle spielen Anforderungsbereiche, Anwendungskontexte und Erwartungsbilder? Und wie gelingt ein Prüfungsgespräch, das Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gibt, ihre Kompetenzen wirklich zu zeigen? Freut euch auf praktische Einblicke aus der Perspektive eines Schulleiters, Oberstufenberaters und Informatiklehrers – mit vielen konkreten Erfahrungen aus der Prüfungspraxis.
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00:00:00: Es gibt Lehrkräfte, die erstellen mündliche Prüfungen monatem voraus und es gibt Lehrkräfte, der behaupten zumindest über das Tun.
00:00:06: Dazwischen liegen meistens mehrere Tassen Kaffee, einige Diskussion mit Kolleginnen und Kollegen Und mindestens einmal die Frage ist jetzt eigentlich eine gute Prüfungsfrage?
00:00:15: Genau darüber sprechen wir heute bei Informachtschule.
00:00:18: Mein Gast ist Jens Schuster, wir kennen uns bereits aus.
00:00:20: Studienzeiten haben später gemeinsam als Kollegen gearbeitet und während ich mich heute frage ob eine Prüfungsfrage zu offen oder zu geschlossen formuliert ist muss Jens als Schulleiter inzwischen überlegen ob das ganze Prüfung Verfahren am Ende auch noch rechtssicher fair und organisatorisch machbar ist.
00:00:36: Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die spannende Kunst mündliche Prüfungen zu erstellen.
00:00:40: wie findet man Aufgaben die mehr können als bloß Fakten abfragen?
00:00:44: Wie plant man mögliche Gesprächsverläufe, obwohl Schülerinnen und Schüler bekanntlich oft genau die Antwort geben mit denen niemand gerechnet hat?
00:00:52: Und woran erkennt man eigentlich dass eine Prüfung gelungen ist.
00:00:55: Freut euch auf Einblicke aus verschiedenen Perspektiven, Auserfahrungen aus vielen Jahren Schule und vielleicht auch die berühmte Erkenntnis des selbst erfahrene Lehrkräfte nicht jede Prüfungsfrage beim ersten Versuch perfekt formulieren.
00:01:07: also Stift raus Bewertungsbogen bereit gelegt und los geht's mit einer neuen Folge von InformatSchule.
00:01:22: Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass unsere Expertise in Prüfungsfragen erstellen sogar überschaubar ist.
00:01:29: Weil wir beide hier jahrelang an der Manus agiert haben und mündliche Prüfung zwar möglich war in Informatik aber durch...
00:01:37: Nee es ging tatsächlich gar nicht!
00:01:38: Gar nicht!
00:01:38: Das hätten
00:01:39: wir ein Geschichtsleistungskurs gebraucht denn er ist aber nie zustande gekommen.
00:01:42: deswegen konnten wir nie eine Info mündlich machen
00:01:45: Richtig.
00:01:47: Natürlich habe ich irgendwie schon Prüfungen erstellt, ich hatte mal Anfragen bezüglich des Seminars in Vorbereitung auf eine Fortbildung, die ich gehalten hab, habe ich das gemacht und dann die ein oder andere Prüfung noch hospitiert.
00:02:01: Und dieses Jahr war ich bei dir nicht wirklich hospitieren aber ich war mittendrin, war angefragt mitzugestalten und war sehr angetan von der PrüfUNG.
00:02:09: und deshalb kam es überhaupt zu der Idee jetzt diesen Podcast diese Folge aufzunehmen.
00:02:16: Wann beginnt der Prozessordner nochmal ein?
00:02:18: Wir haben vielleicht auch Referendare als Zuhörer.
00:02:21: Wann hast du angefangen Prüfung zu erstellen?
00:02:24: Ja, damit kann man wahrscheinlich nie früh genug im Schuljahr anfangen und man weiß es ja mit Beginn des Schuljahres.
00:02:30: wenn die Prüflinge sich am Anfang der zwölf entscheidende mütliche Prüfungen abzulegen weiss man wie viele Prüfungsaufgaben auf einen zukommen.
00:02:37: Die Anzahl der Prüflingen plus zwei.
00:02:39: Dann kann man eigentlich loslegen und man schreibt sich, das sind immer wieder schönen Kalender.
00:02:44: Und er schiebt es von Woche zu Woche.
00:02:47: Und realistischerweise habe ich mir das für die Winterferien vorgenommen und hab das dort auch so, sagen wir mal, siebzig Prozent gemacht.
00:02:57: Also hat mich anderthalb Arbeitstage gekostet und dann waren siebzig Prozent erledigt.
00:03:02: Für die restlichen dreißig Prozent braucht man ja üblicherweise nochmal ein bisschen.
00:03:06: Und dann muss man sich aber auch schon sputen, weil so spätestens März-April müssen die Aufgaben der Fachprüfungskommission vorgelegt werden.
00:03:14: Dass sie nochmal drüber gucken und die Kollegen, die mit prüfen, sodass es dann freigegeben werden kann und in die Umschläge gilt bevor die Prüflinge das in die Hand bekommen.
00:03:24: Ja okay damit sind die organisatorischen Rahmenbedingungen abgesteckt.
00:03:29: Tests bei der Entwicklung von Tests gehe ich immer so folgt dran Ich schreibe alle Kompetenzen auf.
00:03:34: dich prühen will Wie war deine Herangehensweise jetzt bei dieser mündlichen Prüfung?
00:03:39: Also, es hat ja schon einen anderen Charakter.
00:03:41: Ich glaube jedem Schüler merkt man's an und auch jedem Lehrer.
00:03:44: Wenn Abiturprüfungen sind ist die Anspannung spürbar.
00:03:48: so also das hätte schon ein besonderer Charakter.
00:03:52: wie bist du da vorgegangen?
00:03:53: Ja tatsächlich bin ich deswegen nicht so vorgegangen wie es auch bei Test- und Glausurnmacher mit der Frage was möchte ich hier überprüfen und wie gelingt mir das am besten?
00:04:05: Da mein Ziel ja in der Prüfung ist, möglichst breit das Wissen über die ganzen zwei Jahre abzuprüfen habe ich mir einfach den Lehrplan genommen.
00:04:12: Hab mir die Lernbereiche rausgeschrieben, die da zur Debatte stehen und haben mir dann so eine Kropstruktur für die Prüfungen zurechtgelegt, dass man geguckt welche Lern Bereiche bieten sich besonders gut an für den fachpraktischen Teil, den ich ja in die Prüfung reinbringen muss bei mir noch als Spezialgymnasium und welche passen dann gut dazu?
00:04:32: Als zweiten Lernbereich Und dann für das Prüfungsgespräch habe ich mir für jeden Lernbereich Fragen zurechtgelegt und ausgearbeitet, aber erst mal für den ersten Teil quer durch die Lernbereiche durch.
00:04:47: Man soll es ja auch nicht einschränken vorher.
00:04:49: Ich hatte jetzt zwei Prüflinge also vier Prüfungen zu erstellen.
00:04:53: Fünf hab' ich mir vorgenommen weil ich auch mit den Schülern einmal im Unterricht einen Prüfungsspräch durchsimulieren wollte und habe mir erstmals Gedanken gemacht zu diesem Thema Fachpraktischen Anteil, weil ich damit halt noch gar keine Erfahrungen
00:05:07: hatte.
00:05:10: Machen wir es konkret?
00:05:11: Was sind so die Anker-Themen wo du sagst für den ersten Teil der Prüfung, was bietet sich da an?
00:05:19: Ja das war was die Schüler halt auch im Unterricht fachpraktisch machen und das ist bei mir am Unterricht gewesen wenn nicht an den Lernbereich eines technische Informatik denke.
00:05:28: Wir haben mit Logix im gearbeitet in der Schaltungsentwurf, Schaltungsanalyse Schaltungsweiteentwicklung.
00:05:36: Wir haben im Lernbereich ZBO-Trei, also Datenstrukturen, Algorithmen und Komplexität natürlich mit einer Programmiersprache gearbeitet.
00:05:44: bei uns war das Python.
00:05:46: deswegen war mir schon klar es müssen zwei Aufgaben auf jeden Fall aus dem Bereich Programmierung rein.
00:05:51: ich habe mir einmal vorgenommen die Quelltextarbeit Also Quelltextanalyse, Fehlersuche Debugging und ein bisschen Erweiterung des Programms.
00:06:01: Und als zweite praktische Aufgabe wollte ich eine Laufzeituntersuchung abgezielt auf die Komplexität mit reinbringen, und habe es auch gemacht?
00:06:10: Genau das war im Bereich der Algorithmen!
00:06:13: Man kann sicherlich auch kleine Algorithme entwickeln lassen aber in Anbetracht der Zeit und wenn Schüler sich dann verrennen dachte ich mir vielleicht ein bisschen too much für eine Prüfung.
00:06:21: deswegen lieber die Analyse von Quellcode.
00:06:26: Die praktischen Aufgaben hat sich auch angebotene Bereich Rechnernetze.
00:06:31: Wir haben zum einen im Unterricht, also es ist ein Leistungskurs wir haben paar mehr Stunden, wir haben sowohl mit der Simulation als auch mit der praktischen Umsetzung gearbeitet.
00:06:40: Dafür haben wir ein Netzwerk handisch aufgebaut.
00:06:44: das war jetzt nicht wirklich noch mal für die Sinne des Aufwands umzusetzen.
00:06:49: deswegen kam da Filios ins Spiel.
00:06:52: Und dann hatten wir im Bereich Datenmanagement natürlich mit SQL als Anfrage Sprache gearbeitet und haben das sehr einfach auf SQLite Studio, auf ein fachener Datenbank gemacht.
00:07:06: Das waren also zwei weitere Themen die ich im Fach praktischen Teil untergebracht
00:07:10: habe.
00:07:13: Das sind die Themengebiete.
00:07:14: und dann zur Erstellung der Fragen.
00:07:16: Also man steht ja immer in dem Zwisch, dass man die verschiedenen Anforderungsbereiche abdecken soll.
00:07:21: Ich frage es halt, je nachdem nach welchem Modell man geht.
00:07:24: Manchmal gibt's fünf Stufen.
00:07:27: Wiedergabe von Wissen kann man ja kompetenzorientiert einbauen?
00:07:34: Hast du dir dann die verschiedenen Themen erst mal aufgeschrieben?
00:07:37: was willst du denn prüfen dort konkret oder bist du über die Anwendungsaufgabe über die anwendung reingegangen?
00:07:44: ich habe so ein bisschen die formalen Leitplanken für so eine mündliche Prüfung als Orientierung genommen, auch für die Aufgaben.
00:07:53: Und wir sagen bei uns an der Schule also drei Teilaufgaben pro Prüfungsteil... sollte es nicht unbedingt überschreiten.
00:08:01: Das heißt für den Fachpraktischen Anteil hat ich drei Teilaufgaben und für dem weiteren Vortragsteil des Schülers, also den theoretischen Teil auch nochmal drei Teil-Aufgaben – das war's mal meine Leitblanke!
00:08:11: Und dann wollte ich aber auch möglichst alle Anforderungsbereiche sowohl im Fachpaktischen als auch im theoretischen Teile zumindest anschnitten.
00:08:19: Treifen, habe also AB-I in einer Teilaufgabe, AB-II in der zweiten und drei so ein bisschen in der dritten.
00:08:27: Wobei das natürlich fließende Übergänge sind und auch Teillösungen in anderen Anforderungsbreichen drin sind allein schon deswegen dass die Relation gewahrt ist.
00:08:37: Und ja!
00:08:38: Der Anforderungbereich Wissenabfragen ... den kann man praxisorientiert gestalten, indem man einfach sagt... ...schau dir erstmal an was du da hast.
00:08:48: Das wird natürlich vernünftig ausprobliert aber schaue dir an was so hast und beschreib das erst mal.
00:08:53: Und erläutere an dem Beispiel zum Beispiel bei Filios in diesem Netzwerk... Was ist der Router dort?
00:08:58: Und was hat er für eine Aufgabe?
00:09:00: Ja und so bin ich im Prinzip rangegangen.
00:09:01: die Einstiegsaufgabe warst mal.
00:09:03: Guck dir an, was du praktisch für eine Datei vorliegen hast eine praktische Aufgabe, beschreibt die erst mal, sortiert die einen in die Informatikgebiete.
00:09:13: Genau das war so der Einstieg für die Schülastung zum Reinkommen dann der zweite natürlich die tiefergehende Analyse oder gegebenenfalls Erweiterungen des Beispiels oder die Fehlerfindung im Quelltext und die dritte die Übertragung auf vielleicht den unbekannten Kontext oder die Diskussion im gesellschaftlichen Kontext, oder die Beurteilungen.
00:09:35: Also das war dann so für die dritte Teilaufgabe... Das waren meine Leitblanken und dann habe ich dir auch die Beispiele angewendet.
00:09:46: Die große Frage ist ja wenn man Lehrer haben wir ganz oft eine Idee von dem was sie prüfen wollen.
00:09:51: wie hast du denn nochmal kontrolliert?
00:09:54: dass du auch genau das prüfst, was du eigentlich vorhast zu prüfen.
00:09:57: Also durch Aufgabenstellung und Präzisierung können wir die Aufgaben... ...können den Schüler ja leiten ein Stück weit auch.
00:10:06: Aber es besteht da manchmal die Gefahr wenn man nicht zu viel vorgeben will, dass der Schüler eine ganz andere Richtung geht.
00:10:12: Und andere Sachen vielleicht nennt als das was man möchte, dass sicherlich ein Erwartungsbild erstellt?
00:10:19: Ja
00:10:22: Bist du da vorher schon auf die Alternativen eingegangen, was der Schüler antworten könnte?
00:10:27: Ja das habe ich versucht zu antizipieren.
00:10:30: Man muss ja aber sehen man hat ja schon ein starkes Bild vor Augen was man mit der Aufgabe bezweckt und versucht es so zu formulieren Und es ist tatsächlich schwierig, vollständig auch alternative Denkweisen zu antizipieren, weil man ja ein Seiner so ein bisschen gefangen ist.
00:10:46: Deswegen nutze ich dort gerne Hilfsmittel.
00:10:49: zum einen natürlich den Kollegen hier, der den anderen Leistungskurs hat.
00:10:54: schon vor der Prüfung der Aufgaben in der Fachprüfungskommission sollte er mal drüber schauen und einfach mal so Knackpunkte nennen wo er jetzt gestolpert wird an der Fragestellung oder auch im Erwartungsbild.
00:11:08: Und dann habe ich dort natürlich auch an der Stelle KI eingesetzt, um den Blick so ein bisschen zu weiten.
00:11:16: Also erstmal den Ansatz... Ich gebe die Aufgabe sowieso ist in die KI rein mal gucken was sie daraus macht und tatsächlich die erste Antwort nicht unbedingt das, was man selber jetzt erwartet vom Schüler und dann natürlich auch von der KI einfach mal verlangen mögliche Schülerlösungen zu antizipieren.
00:11:33: Das macht mir ja auch selber zu überlegen wie könnte der Schüler antworten?
00:11:36: Aber eine KI kennt es natürlich noch ein bisschen schneller und hat tatsächlich nochmal ganz verrückte Ideen worauf man da eingehen könnte oder worauf der Schüler halt eingehen könnten.
00:11:47: Und dann fallen auch so Formulierungsprobleme auf in der Aufgabe wo man dann nochmal nachschärft nochmal vielleicht präzisiert oder auch Konkretisierungen rausnimmt, um die Aufgabe zu öffnen.
00:12:00: Je nachdem aber das ist so... ...die Variante wie ich dann vorgehe, um das zur Entversion zu bringen.
00:12:06: Okay.
00:12:09: Hast du für dich in der Aufschlüsselung noch mal geteilt Anforderungsbereich?
00:12:13: Eins zwei drei wo die verschiedenen Punktverteilungen da sind oder hast du Punkte vergeben für die Teilaufgaben?
00:12:18: Immer Wartungsbild?
00:12:20: habe ich das nicht gemacht bin ich tatsächlich kein Freund davon.
00:12:26: Also, ich beschäftige mich schon eine Weile mit mündlichen Prüfungen und ich bin um Gotteswillen keine Experte.
00:12:31: aber schon im Rahmen meiner Stadtsexamtsarbeit war das, habe ich mich mit diesem Thema beschäftigt.
00:12:38: weil dann da gab es eine Lehrplanreform und da war erstmals Informatik als Grundkursfach oder als Prüfungsfach drinnen Und da fand mein Prof damals, das wäre eine gute Idee, dann mal einfach für jeden Lernbereich zur Prüfungsaufgaben zu machen.
00:12:52: Fand ich auch ne super Idee, habe ich auch gemacht ist ein riesen Dokument raus entstanden.
00:12:55: Lustigerweise habe ich erst vor paar Wochen erfahren dass das Dokument noch immer irgendwie zirkuliert und für Prüfung da ist.
00:13:03: Absurderweise habe ich danach halt nie eine Prüfung abgenommen, weil es an der MANOS nicht funktioniert hat.
00:13:08: Und damals hatte ich aber in dieser Arbeit im Erwartungsbild das sehr dezidiert nach Anforderungsbereichen unterteilt und auch nach Bewertungseinheiten.
00:13:22: Alternativen schon aufzeigt und Aufgaben auch so öffnet, schränkt ein das unter Umständen dann in der Bewertung ein.
00:13:29: Wenn man sagt jetzt okay dafür sind diese B e und entweder Schüler reicht es oder erreicht sie nicht.
00:13:35: deswegen setze ich mir diese Schranke dort nicht.
00:13:38: Ich habe ja auch ein bisschen Erfahrung in der bewertung.
00:13:40: von daher fällt es mir dann auch leicht trotzdem eine Entscheidung zu treffen.
00:13:45: Und ich weiß auch ungefähr wie die Gewichtung zwischen den Teilaufgaben ist.
00:13:48: da gibt's auch eine spannende Sache im Fach Deutsch beobachtet habe.
00:13:53: Als Schulleiter sieht man ja doch ein paar verschiedene aufmündliche Prüfungen dann und die machen das auch spannend, die schreiben auch keine B.E.
00:14:00: dran aber die schreiben sogar in die Prüfungsaufgaben den prozentualen Anteil an der Bewertung.
00:14:06: Ich schätze mal, weil Interpretation nicht gleich Interpretations ist und damit die Schüler aber ungefähr wissen wie viel Wert diese Aufgabe ist machen sie so eine Prozense daran.
00:14:16: das finde ich total spannend.
00:14:18: Das habe ich mir auch ein bisschen als Orientierung jetzt für die mündlichen Prüfungen genommen was es so das Gewicht.
00:14:24: Aber mit Bewertungs- Einheiten habe ich da nicht gearbeitet.
00:14:28: das heißt Es ist tatsächlich und das ist für den Anfänger vielleicht nicht die beste Empfehlung, so eine Gefühlssache.
00:14:35: Aber wenn man derweil im Beruf ist macht man es dann irgendwann so.
00:14:41: Wichtig ist dass man es reflektiert, dass man sich Feedback einholt um dann dieses Gefühl auch zu bestätigen oder halt zu korrigieren.
00:14:49: Ich sehe das in dich also je klein kleiner gerastet wenn man diese Bewertungsmatrix erstellt und so eingeschnittener ist in dem Bild, was der Schüler zu leisten hat.
00:15:01: Und am Ende ist es ja schon eine Prüfung einer halb offenen Aufgabe weil der Schüler natürlich steuern kann je nachdem was er anspricht, in welche Richtung man weiter fortfährt.
00:15:12: Die Prüfungen sind nicht dazu da wie man so schön sagt dem Schüler zu zeigen was er nicht kann sondern dass er zeigen kann was er kann.
00:15:23: Mündliche Prüfung, Bewertung gibt noch ein weiteres spannendes Thema.
00:15:27: Also jetzt das ist die Vorbereitung sicherlich für den ersten Teil.
00:15:31: der zweite Prüfungsteil ist ja breit gestreut.
00:15:35: also nachdem was ich jetzt auch gesehen habe und du jetzt nochmal angesprochen hast waren zwei Themen zweilern bereichete Faktor geblockt weil man nicht normal prüfen soll.
00:15:44: Wie bist du in die Vorbreitung für den zweiten Teil gegangen?
00:15:48: Ja Wie gesagt, das war meine erste wirklich richtig durchgeführte Prüfung und deswegen will ich gar nicht sagen dass es so der beste Teil ist.
00:15:57: Ich habe mir tatsächlich für alle Landbereiche nochmal so Fragenkomplexe aufgemacht mit Leitfragen dazu und ausdifferenziert Unterfragen da zu und hab mich dann eigentlich vorgenommen okay du suchst dir dann noch ein zweites Thema.
00:16:13: Ein drittes Thema ist es ja dann im Teil zwei und noch ein viertes Thema, sodass du vier Lernbereiche angeschnitten hast.
00:16:20: Da bist du so ungefähr bei einem Schuljahr und das ist eigentlich eine gute Breite.
00:16:24: Also ich gänne auch Kolleginnen und Kollegen die noch breiter prüfen dafür weniger tief kann man auch machen gibt's für alles seine Berechtigung.
00:16:33: aber die Schüler müssen sich auch immer eindenken wenn du eine gewisse Tiefe reinbekommen willst in die Fragen.
00:16:39: um auf den AB-III zu kommen müssen die Brownie schon ein bisschen Anlauf dafür.
00:16:44: Deswegen habe ich wirklich gesagt, okay für jeden Landbereich nochmal so einen Fragenkomplex eine Überleitungsfrage und dann die Leitfragen um das Ganze auszugestalten.
00:16:56: Ich meine die Überleitung ist ja wie ich schon sagte so ne Sache.
00:16:59: wohin steuert der Schüler?
00:17:02: was mir auch sehr positiv aufgefallen ist war die... Das war eingekleidet in den Anwendungskontext Das, was in dem ersten Teil war.
00:17:11: Das ist natürlich im zweiten Teil schwieriger, weil je nachdem wohin der Schüler geht... ...ist es dann sicherlich auch ein Aspekt der Erfahrung das einzukleiden.
00:17:23: Aber dem, was ich bisher hospitiert habe, hab' ich viel formale Informatik gesehen.
00:17:31: Vielleicht lass uns mal darüber diskutieren ob es besser ist einen Anwendungskontext zu finden?
00:17:36: Da ist immer die Frage kennt sich der Schüler an diesem Anwendungskontext aus?
00:17:40: und wir haben ja.
00:17:41: Durch Migration gibt es zum Beispiel das Problem, dass wir manchmal Begrifflichkeiten nicht da sind und ich natürlich bei dem Schüler Unsicherheit schaffe.
00:17:50: Wenn ich einen Anwendungskontext dort dem Kind vorlege, sich in der Vorbereitungszeit damit auseinandersetzen muss – es gibt Hilfsmittel grügtlicherweise und ist auch richtig so!
00:17:59: Aber was spricht für dich für eine formale Aufgabenstellung?
00:18:03: Was für eine Anwendungsaufgabe?
00:18:07: Man muss vielleicht das Ganze auch so ein bisschen davon denken, wie hat man den Unterricht gestaltet?
00:18:13: Das hat natürlich auch Einfluss auf die mündliche Prüfung.
00:18:17: Und im Leistungsgruß Informatik war es jetzt so dass mir alles passieren konnte.
00:18:21: ich konnte Schüler mit schriftlicher Prüfungen drin haben Ich könnte Schüler mit mündlicher Prüfungen im vertieften also mit fachpraktischem Anteil haben und ich konnte auch Schülern dies gar nicht prüfen.
00:18:32: Und das war erst mal eine Herausforderung für den Unterrecht Wobei wir natürlich die Besonderheit haben, die Schüler sind clever.
00:18:40: Das heißt ich habe mir jetzt keine Sorgen machen müssen über die schriftliche Prüfung, dass sie das schaffen und ich hatte auch immer das Ziel, ich will den Unterricht nicht so formal machen, sondern ich will ihnen zeigen, dass das was Sie hier lernen wirklich in praktischen Anwendungsbezug haben und dass sie es auch wirklich brauchen.
00:18:55: dann ist nämlich die Motivation schon mal da sich mit den Formalitäten zu beschäftigen Auch bei Sprachen- und Automaten oder bei Komplexität von Algorithmen.
00:19:04: Es hat alles ein praktisches Bezug und dem muss man nur auf zeigen.
00:19:07: So und jetzt ist es, sagst du natürlich richtig in der Prüfung schwierig einen großen Kontext herzustellen damit die Schüler darin arbeiten können.
00:19:16: aber wenn man die Schüler auch im Unterricht immer wieder mit Kontexten beschäftigt dann kann man auch diese in den Prüfungen aufgreifen darf natürlich die Aufgaben nicht eins zu eins nehmen aber dafür braucht man eine breite Beschäftigung mit Anwendungskontext.
00:19:31: Und das habe ich zum Beispiel im Unterricht mit der Methode des informatischen Wochenberichts gemacht.
00:19:37: Du erinnertest dich vielleicht, dass hat man auch mal gemeinsam im Grundkurs Informatik schon besprochen und ausprobiert, kostet eine Menge Zeit je nachdem wie ausführlich man es macht aber man kann's auch in kleinen Rahmen machen.
00:19:49: die Idee ist einfach nur, dass man in jeder Informatiksstunde sich ein Schüler mit einem tagesaktuellen informatischem Thema beschäftigt, das für alle vorstellt und man in die Diskussion kommt Also so verkürzt dargestellt.
00:20:02: Zum einen fällt eine Bewertung ab für ein Leistungskurs Informatik ist natürlich optimal, ich habe fünf Stunden da fällt die Zeit immer mit ab aber auch im Grundkurs kann man das machen.
00:20:11: Man hat locker zehn bis zwölf Grundkurststunden im Halbjahr und bekommt den halben Kurs in einem halben Jahr damit
00:20:17: durch.
00:20:18: Und damit
00:20:19: haben sich die Schüler immer mit dem Anwendungskontext beschäftigt, den man auch immer im Unterricht wieder aufgreifen konnte Und davon kann ich dann auch in der Prüfung partizipieren, wenn ich sage... ...wenn ich diesen Kontext den der Schüler von einer anderen Firma zum Beispiel in Sicherheitsproblemen kennt.
00:20:37: Weil sich einfach einem anderen Kontext nochmal aufrufe und eine Fragestellung daraus ableitert z.B.
00:20:43: für den Bereich
00:20:44: Informationssicherheit.".
00:20:46: Also wenn ich mich richtig erinnere, war das eine Adaption von GHW.
00:20:49: Die nannten das glaube ich politisch auf dem Bericht?
00:20:52: Aber genau, das öffnet ein bisschen den Blick der Schüler um irgendwie dran zu bleiben.
00:20:57: also muss ja auch nicht drum herum reden.
00:21:00: Informatik-Course, da sitzen manche Schülertourinnen mit hohem Interesse und manche eher mit weniger Interesse.
00:21:05: aber diesen Blick zumindestens zu schärfen dass das auch politisch eine Relevanz hat heutzutage.
00:21:11: Und vor allem gesellschaftlich.
00:21:13: Das kommt
00:21:13: mir nicht mehr darum herum.
00:21:15: Richtig!
00:21:18: Gehen wir vielleicht in die Bewertungssituation?
00:21:21: Ja.
00:21:22: Halo-Effekt, also wer sind vorgeprägt durch den Schüler?
00:21:28: Vielleicht nochmal kurz als Erinnerung bei dem ein oder anderen.
00:21:30: Ein Schüler zeigt immer gute Leistungen, also erwarten wir auch dass er in der möglichen Prüfung eine gute Leistung erbringt.
00:21:37: das diese Bilder beeinflussen natürlich und die bewertungsrelevanz weil kein fixes Bewertungrauster.
00:21:45: am Ende wird auf ein Formular einen Notenpunktanzahl geschrieben.
00:21:51: Die Frage ist, wie schützt man sich davor?
00:21:53: Hast du dann Tipps?
00:21:54: Naja wichtiges ist das Abladungsbild, wie es auch bei den schriftlichen Überprüfungen ist.
00:21:59: So ist es in der mündlichen Prüfung auch.
00:22:02: Man kann diesen Tipp mit dem BES auf jeden Fall umsetzen.
00:22:07: Dann kommt man noch mal ein bisschen stärker dran.
00:22:09: Ich wollte vorhin bloß ...
00:22:11: Man soll sich
00:22:13: nicht zu sehr damit einschränken.
00:22:15: Aber es ist schwer diesen Effekt auszuschalten, das ist völlig klar.
00:22:20: man muss sich dessen bewusst sein.
00:22:22: ich habe aber tendenziell eher das Problem dass ich sowieso ein bisschen eher zu kritisch bin mit den Schülern.
00:22:29: In der mündlichen Prüfung hat man halt gut die Rückkoppelungen in der Prüfungskommission, ne?
00:22:34: Deswegen würde ich immer dafür plädieren, dass man sich auch dafür einsetzt bei der Schulleitung eine geeignete Prüfuchskommission möglichst betreihe Fachkräften aufzubauen.
00:22:44: wie gesagt wenn einer fehlt und kann auch dem Fachberater anfragen.
00:22:48: er kann zwar nicht jede mündliche Prüfungen unterstützen aber bei uns hat es geklappt.
00:22:52: Und dann kriegt man halt dieses Feedback, wo man nochmal an den Rückkommen geht und sagt dort ja das reicht eigentlich zu was dort der Schüler gebracht hat oder man geht dort noch mal kurz ins Fachgespräch.
00:23:06: Und ich denke kann dadurch diesen Effekt auch so ein bisschen minimieren wenn man da ein bisschen offen ist für die Bewertungssituation.
00:23:16: Zwei Punkte noch, die sich die Bewerbungsstark beeinflussen.
00:23:19: Das eine Ausgestaltung des Aufgabenblattes, was man dem Schüler in die Hand drückt.
00:23:24: Das
00:23:26: ist das erste, worüber ich gerne sprechen würde und das andere Skuffolding und adaptive Gesprächsführungen.
00:23:31: also wie gestalte ich das Gespräch im zweiten Teil?
00:23:34: Gehen wir jetzt bei erster Prüfungsteil ja nochmal darauf ein.
00:23:38: es gibt so Grundsätze die man einhalten sollte.
00:23:43: schwerste Aufgabe zum Schluss oder komplexeste Aufgabe zum schluss einfach Einstiegsaufgaben an den Anfang.
00:23:51: Habt ihr an der Schule Vorgaben, was den formalen Teil angeht für die Gestaltung des Prüfungspapiers sozusagen?
00:23:58: Ja tatsächlich haben wir das und es hat sich auch weitestgehend bewährt.
00:24:03: Wir haben natürlich auch noch mal so eine Qualitätssicherung drinnen vom Prüfungsausschuss.
00:24:09: also wir hatten ja vorhin schon gesagt die Fachprüfungskommission prüft die Aufgaben fachinhaltlich Und danach werden die an dem Prüfungsausschuss übergeben.
00:24:19: Im Prüfungsausschuss sitzen ja fünf Lehrkräfte, Schullehrer der Stellvertreter OSB und dann meistens noch zwei Kollegen, die fachlich zugeordnet wären.
00:24:27: Und die prüfen das Ganze noch mal.
00:24:28: formale Kriterien.
00:24:30: Häufig sind sie halt nicht vom Fach und es hat nochmal den Vorteil, dass sie einen Blick reinbringen, den auch die Fachprüfungskommission vielleicht nicht ganz so scharf da hat.
00:24:39: Das heißt, die gucken noch mal auf formale kriterien.
00:24:41: ist Die Abbildung lesbar mit den Inhalten, die da drin sind Diagramme lesbar Bilder erkennbar?
00:24:47: Ist Material richtig verlinkt?
00:24:49: Sind Quellenangaben zum Material gegeben?
00:24:52: sind die Aufgaben verständlich, also die lesen alle Aufgaben nochmal.
00:24:55: Die beurteilen sie nicht fachinhaltlich aber die lesend es aus ihrer auch zum Teil nicht facheligen Sicht versteht man überhaupt was das gewollt ist oder kann man das so ein bisschen ableiten?
00:25:05: Sind Operatoren genutzt soweit man das aus Nicht-Fahrmann beurteilten kann und dann haben wir bei uns zum einen eine Formatvorlage für die Prüfung, mit Prüfungskop und prüfen der Fachlehrer usw.
00:25:17: wo alles draufsteht.
00:25:18: und danach kommt der Bereich für die prüfenden Fachleher und Zielstellung sollte es immer sein – alles auf einer A-Vierseite plus Material in den Anhang.
00:25:29: Material muss im Aufgabenstellungen verwiesen sein und dann natürlich auch gut beschriftet sein.
00:25:34: das ist so die Zielstellung.
00:25:37: wenn das nicht gelingt genau dann halt so kurz wie möglich, nicht so lange wie notwendig.
00:25:45: Wenn in Deutschland zum Beispiel Texte sind mit Zeillennummern
00:25:48: usw.,
00:25:49: also das ist schon sehr stark vorgegeben und es ist inzwischen auch ein Gewöhnungseffekt da.
00:25:56: Die Lehrer kennen das, die machen das so, dass funktioniert gut.
00:26:01: wenn der Prüfungsausschuss was feststellt, also so in der Regel kriegt der prüfende Fachlehrer, der hat zwanzig Aufgaben einreicht bei GHW und GEO sind das ja viele kriegen die zwei, drei zurück mit ein paar Hinweisen was da noch angepasst werden muss und dann passt das aber genau.
00:26:16: Das ist so diese Qualitätssicherung ja die schwerste Aufgabe nicht zuerst ne?
00:26:21: Das ist natürlich denke ich klar dass man erst mal reinkommt.
00:26:25: wir haben so zur Orientierung die Dreiteilaufgaben beziehungsweise wenn es halt mehr sind dass das trotzdem noch gut strukturierbar ist also nicht zu kleinteilig.
00:26:38: Das sind so die Leitplanken, die wir uns für die formalen Richtlinien setzen.
00:26:45: Schriftgrösser ist ja immer noch ein Thema.
00:26:48: Ist in der Formatvorlage vorgegeben?
00:26:50: Genau!
00:26:50: Aber wenn Lehrer das ändert muss halt einen Grund geben.
00:26:54: Kann ja adaptiert sein.
00:26:56: gibt der Schüler mit LHS den das wiederum bringt oder mit ADHS die Nachteilsausgleich haben und umständigen?
00:27:01: kann man damit noch ein bisschen variieren?
00:27:04: genau und Trennung von Kontextbeschreibung und der eigentlichen Aufgabe finde ich immer noch so ein wichtiger Aspekt.
00:27:11: Damit den Schüler klar ist, was haben sie zu tun?
00:27:14: Am Ende geht es ja eigentlich nur darum irgendwie eine faire Prüfung für die Schüler zu konzipieren.
00:27:19: Da sind wir schon bei dem zweiten Teil.
00:27:22: Was man schon mitbekommt aus Schülererzählungen auch manchmal ist das der zweite Teil manchmal wie ein Verhör wahrgenommen wird in den Anführungsstrichen.
00:27:35: Die Frage ist, gibt es da so Ideen oder Grundsätze?
00:27:38: Leidsetzer wo du sagst wie man dieses Gespräch führt in dem zweiten Teil.
00:27:42: Ich glaube das ist die größte Hürde weil den ersten Teil kann man uns sicher als Lehrer super drauf vorbereiten bei dem zweiten ist schon schwieriger.
00:27:49: der Lehrer kann natürlich steuern je nachdem welche welcher der Prüfungsfragen gezogen wurde kann er schon im zweiten Teil konkret vorbereiten.
00:27:58: aber je nach dem was der Schüler natürlich antwortet manche gehen dann das habe ich hospitiert Gehen schon vorhörmäßig durch diesen Fragenkatalog durch.
00:28:10: Gibt es da vielleicht ein Tipp, den du geben könntest?
00:28:15: Um mal eins vorne wegzunehmen ist nicht nur ... Das ist vielleicht der größte Aufreger für die Lehrkräfte, sondern für die Schülerastrechten.
00:28:21: Ich seh's bei meiner Großen, die hat jetzt Abitur gemacht und hat sich natürlich auch auf die mündlichen Prüfungen vorbereitet.
00:28:26: Und der zweite Prüfungsteil war so.
00:28:28: das größte Fragezeichen war, wo am wenigsten erwartbar ist was da passiert?
00:28:35: Aus dem Grund habe ich meinen Schülern halt auch angeboten, okay wir spielen mal so eine mündliche Prüfung durch und war auch erstaunend dass das jetzt nicht häufiger gemacht wurde.
00:28:43: Auch bei den anderen Lehrkräften die sagten sie hatten es zum ersten Mal zu des Angebot.
00:28:47: deswegen waren noch zwei drei da die sich das mit angucken wollten und da haben wir die Prüfungen wirklich mal eins zu eins durchgespielt mit Vorbereitungszeit und Vortrag und dann auch Prüfungsgespräch haben das auch immer mal unterbrochen und sind so auf die Metaebene gegangen, wo ich dann Tipps gegeben habe, wo sie vielleicht tiefer oder weniger tief gehen sollten.
00:29:05: Oder auch in der Formulierung oder schon im Darstehen aber grundsätzlich für die Lehrkraft wie man das Prüfungsgespräch führt.
00:29:12: es sind so die Grundregeln der Kommunikation eigentlich wenn ich mit meinem Gegenüber rede versuche nicht von oben her abzurehnen.
00:29:22: Ich versuche erstmal offen zu sein für das was er erzählt freundlich zu schauen.
00:29:27: Das fällt mir sehr schwer, weil wenn ich konzentriert bin, ich einen sehr kritischen Gesichtsausdruck auflege was meine Mitmenschen verunsicherte und das aber nun eigentlich nur ein Zeichen dafür ist dass ich nachdenke Was dann aber nicht der freundliche Gesichtsaustrug ist.
00:29:42: Aber das hilft unglaublich viel, das habe ich jetzt gemerkt.
00:29:44: Ich hatte jetzt ein Interview gegeben Und die Fragestellerin hinter der Kamera stand ja die ganze Zeit gelächelt schon fast so bisschen übertrieben, aber das hat einen selber sehr gelöst.
00:29:55: Allein schon dieses Lächeln und ich kenne es auch von meiner Frau, die hat jetzt schon einige Prüfungen mitgemacht.
00:30:00: Die sagt auch immer vor allem wenn man protokollant ist oder vorsitzender das eigentlich die schönste Aufgabe weil man hat die Aufgabe den Schüler zu ermutigen indem man da sitzt und lächelt vielleicht auch ab und zu mal nickt muss nicht so deutlich sein aber einfach um den Schüler zum mutigen ja und dass das hilft glaube ich dann schon ungemein dieses Gespräch auch ein bisschen aufzulockern für die Lehrkräfte.
00:30:26: jetzt in der inhaltlichen Sache.
00:30:28: Ich hatte gesagt, ich habe mir Leitfragen gestellt.
00:30:30: das sieht dann so aus dass ich diesen Prüfungsbereich habe und mir so vier fünf große Fragen zu diesem Thema ausgedacht habe und dann ganz viele kleine Unterfragen auf die man eingehen kann.
00:30:44: situativ und da natürlich auch vom Niveau her.
00:30:48: weil ich finde es nicht so gut sich einfach nur fünf Fragen zu stellen, die dann abzuarbeiten und je nachdem wie gut der Schüler darauf geantwortet hat, die Bewertung zu machen.
00:30:58: Sondern wenn der Schüler Schwächen hat... dann auch vielleicht mit leichteren Fragen weiterzumachen, dann zeigt er vielleicht dass er den AB-I und vielleicht zu dem ersten Teil vom AB II sehr gut erfüllen kann.
00:31:10: Und kriegt halt seine siebzig Prozent oder fünfsechzig Prozent anstelle jetzt unbedingt den AB III noch reinzubringen, ihn ins Schwitzen zu bringen und für den weiteren Teil zu verunsichern.
00:31:22: Da hast du recht das braucht viel Erfahrung!
00:31:24: Das ist nicht ganz so einfach aber es kann man gut vorbereiten.
00:31:28: Dann liefert ein Schüler auch in so einem Prüfungsgespräch immer wieder Anknüpfungspunkte.
00:31:32: Also das kommt dann von ganz alleine und man sagt, okay, kannst du mir das noch mal erklären?
00:31:36: Oder wenn wir das haben, denkt doch einmal an den Punkt wo wir das mal vertiefen.
00:31:42: Und da bietet sich es wieder an, wenn man das vorher im Unterricht macht.
00:31:45: Wenn man mit den Schülern ins Unterrichtsgespräch geht über informatische Inhalte sich austauschen lässt, Lösung vorstellen lässt und diskutiert in der Gruppe dann ist das auch eine gute Übung fürs Prüfungsgesprächen für einen selber aber auch für die Lehrkraft.
00:32:03: Da fänden wir gerade ein... Das habe ich selbst noch nicht probiert Aber im Kontext des Informatischen Wochenberichts hab' ich das so ein bisschen gemacht.
00:32:11: da bietet sie es manchmal an, wenn man wegkommt von so ich mache dreißig Minuten Fachvortrag durch den Schüler.
00:32:16: Ich habe jetzt ein Thema also kann man gut das Schülervortrag machen der soll drei Stunden Vortrag machten.
00:32:21: bei dem informatischen Wochenbericht müssen die zehn Minuten das Thema präsentieren und dann müssen die aber zehn Minuten mit den Mitschulern diskutieren und auch mit mir und sich den Fragen stellen.
00:32:30: Und das ist zum einen eine andere Form der Präsentation vielleicht auch bisschen realistischer war und übt auch gut für den Teil mündliche Prüfungen.
00:32:40: Ich glaube auch, je mehr Verantwortung die Schüler in diesen offenen Formaten, Prüfungsformaten irgendwie vorher schon sammeln konnten.
00:32:51: Obenso entspannter können sie eigentlich in der Prüfungssituation sein.
00:32:54: Also am Ende des Tages wissen die alle und das zählt jetzt die Prüfungen.
00:32:57: Eingespannt sind alle aber Übung macht an sich ja immer den Meister.
00:33:03: Vielleicht noch ein Hinweis?
00:33:04: Thema nonverbale Kommunikation Je nachdem wie die Prüfer da sitzen, das macht schon auch was mit den Prüflingen.
00:33:11: Entspannend nach hinten lehnen.
00:33:13: Wie ich schon gesagt, ein Format zweimal nicken.
00:33:16: Das hilft und schafft ein bisschen Selbstsicherheit und damit macht man es den Prüfling einfacher.
00:33:20: Alles klar!
00:33:21: Vielen lieben Dank für die Einblicke.
00:33:23: Sehr gerne.
00:33:24: Und dann hören wir uns bestimmt bald zum zweiten Teil.
00:33:28: Tschüss.
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